Die Netzplaner der Stadtwerke Iserlohn

Mehr Erneuerbare, weniger Emissionen – so lautet das Ziel der Stadtwerke Iserlohn. Diese Transformation gelingt jedoch nur, wenn auch die Energienetze entsprechend umgebaut werden. 

Die Netzplaner

Bis 2035 wollen die Stadtwerke beispielsweise die Zahl der Fernwärme-Hausanschlüsse verdoppeln. Aktuell sind es rund 1.600. Die Basis dafür bilden eine solide Netzstrategie, eine innovative Grundsatzplanung von Energienetzen sowie deren Erweiterung. Mit Holger Haßler, Björn Fuchs und Felix Häberle haben die Stadtwerke Iserlohn ein Kompetenzteam aufgebaut, das sich aus viel Erfahrung, innovativen Lösungen und frischen Ideen zusammensetzt. 

Holger Haßler, der seit 40 Jahren bei den Stadtwerken Iserlohn arbeitet, bringt dabei die größte Expertise mit. Seit einem Jahrzehnt ist er der Experte für das Fernwärmenetz in Iserlohn. Er kennt jede Straße, jeden Meter Leitung, jeden Hausanschluss. Deshalb weiß er genau, welche Kapazitäten das Fernwärmenetz bietet und welche Erweiterungen notwendig sind, um den Anspruch, ein wichtiger Baustein der Energiewende zu sein, zu erfüllen. „Das Fernwärmenetz auszubauen ist einerseits ein wichtiges Ziel der Stadtwerke Iserlohn, andererseits aber auch mit enormen Kosten und viel Aufwand verbunden“, sagt Holger Haßler. „Häufig gilt es, den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und dem Wunsch nach umweltschonender Wärmeversorgung für Iserlohn zu meistern. Fördermittel sind deshalb ein wichtiges Instrument, um diesen Balanceakt zu schaffen.“

Holger Haßler (l.) und Björn Fuchs planen die Erweiterungen des Fernwärmenetzes in Iserlohn: Bis 2035 soll es doppelt so viele Hausanschlüsse geben.

Holger Haßler (l.) und Björn Fuchs planen die Erweiterungen des Fernwärmenetzes in Iserlohn: Bis 2035 soll es doppelt so viele Hausanschlüsse geben.

Experte mit Praxiserfahrung aus der Fernwärme

Seit Anfang des Jahres hat Holger Haßler Unterstützung bekommen: Björn Fuchs kennt das Iserlohner Fernwärmenetz ebenfalls wie seine Westentasche. Er hat viele Jahre selbst die Fernwärme­rohre an Ort und Stelle in die Erde gelegt und sicher verschweißt. Er war lange Zeit für eine Fachfirma tätig, die die Stadtwerke Iserlohn bei den Bauarbeiten unterstützt hat. 

„Wir gestalten hier bei den Stadtwerken die Zukunft. Das finde ich sehr spannend und freue mich, einen Teil dazu beitragen zu können“, erklärt Björn Fuchs. Als Familienvater ist ihm die Energiewende auch privat ein wichtiges Anliegen. Schließlich wünscht sich der gelernte Anlagenmechaniker für seine Kinder eine lebenswerte Zukunft. Mit seinem Fachwissen rund um das Fernwärmenetz in Iserlohn arbeitet er genau daran jeden Tag mit.

Innovative Impulse in der Planung 

Felix Häberle komplettiert das Planer-Trio bei den Stadtwerken Iserlohn. Der 26-Jährige hat Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energiewirtschaft studiert. Seit rund fünf Jahren arbeitet er bereits in der Energiebranche. Für ein kleineres Stadtwerk hat er das Stromnetz neu geplant. Ein Praktikum während seines Studiums weckte seine Neugier: „Ich hatte die Möglichkeit, mit einem Energiemanagementsystem die genauen Energieverläufe in einem Unternehmen zu analysieren und zu optimieren. Das fand ich unglaublich spannend und ich kam so erstmals mit der Energieversorgung in Berührung. Schon damals war die Energiewende ein zentrales Thema. Daran aktiv mitzuwirken, wurde für mich zum Berufswunsch“, sagt Häberle. 

In der Netzstrategie und -planung steckt viel Dynamik. „Sie wird von politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Dabei gilt es, viele unterschiedliche Themen zu berücksichtigen und stets die Versorgungssicherheit im Blick zu behalten.“ Angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Erdgasversorgung gewinnt das Stromnetz zunehmend an Bedeutung. Es ist das Netz für die Zukunft, weil es neben der Fernwärme hauptsächlich die Wärmeversorgung übernehmen wird. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das Netz diesen Anforderungen gewachsen ist“, so Häberle.


Felix Häberle vor einer Ortsnetzstation mit digitaler Technik

Felix Häberle kann dank digitaler Messtechnik in Ortsnetzstationen das Stromnetz in Iserlohn für die Zukunft mitgestalten. 

Digitale Technik in der Ortsnetzstation

Digitale Technik im Stromnetz ist die Voraussetzung für eine moderne Netzplanung. 

Digitalisierung schafft neue Chancen für die Energiewende

Hilfe bekommt der Stromnetzplaner von digitalen Technologien. „Vor 30 Jahren bedeutete eine Stromnetz­erweiterung schlichtweg, ein weiteres Kabel in die Erde zu legen. Heute hingegen lässt sich durch intelligentes Schalten im Netz und den Einsatz digitaler Tools deutlich mehr Kapazität aus einem Netz herausholen. Das verschafft uns mehr Spielräume und ist aus wirtschaftlicher Sicht erheblich günstiger, als ein neues Kabel zu verlegen.“ Voraussetzung für seine Netzplanung ist die vollständige Digitalisierung des Iserlohner Stromnetzes. Zahlreiche Ortsnetzstationen haben seine Kollegen deshalb bereits mit entsprechender Technik ausgestattet. 

Die Digitalisierung ermöglicht es nicht nur, das gesamte Stromnetz besser steuern und managen zu können. Sie erlaubt Felix Häberle auch im Vorfeld, verschiedene Szenarien zu simulieren und die Auswirkungen geplanter Veränderungen zu analysieren. „Das ist eine große Hilfe bei der Netzplanung. Ich kann verschiedene Varianten durchspielen, erkenne die Konsequenzen und weiß, welche Aspekte noch zu berücksichtigen sind. Das erleichtert die Planung und bringt sie auf eine besonders verlässliche Basis.“ So gelingt es den Stadtwerken Iserlohn, ihre Energienetze parallel zur Energiewende zu transformieren und zugleich die Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten.


„Wir sind die Zukunft. Ohne eine fundierte Netzplanung ist die Energiewende nicht möglich.“

Holger Haßler, Netzplaner

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