Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Wenn Sie den Anschluss einer Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaikanlage) an das Netz der Stadtwerke Iserlohn GmbH planen, bieten wir Ihnen folgenden Leitfaden als Hilfestellung an.

In diesem Leitfaden bieten wir Ihnen einen ersten, groben Überblick über die Errichtung einer Erzeugungsanlageanlage mit Anschluss an das Niederspannungsnetz von der Anfrage bis hin zur Inbetriebnahme.

EEG-Leitfaden

Anmeldeverfahren

Für die Bearbeitung Ihrer Netzanschlussanfrage benötigen wir einige Unterlagen und Informationen von Ihnen. In unserem Downloadbereich auf unsere Homepage finden Sie die benötigten Formulare.

Um unnötigen Verzögerungen vorzubeugen bitten wir Sie, Ihre Anfrage sowie alle erforderlichen Dokumente vollständig und leserlich ausgefüllt an eeg-anfrage@stadtwerke-iserlohn.de zu senden.

Des Weiteren sollte die Erzeugungsanlage bereits in der ersten Planungsphase angemeldet bzw. angefragt werden. Es muss rechtzeitig geprüft werden, ob die technischen Voraussetzungen für die Einspeisung in das Stromnetz gegeben sind oder ob Änderungen notwendig werden, um den sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zu gewährleisten.

Neben der Anmeldung der Erzeugungsanlage bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH muss der Anlagenbetreiber seine Erzeugungsanlage auch bei der Bundesnetzagentur anmelden.

Die Meldung erfolgt unter https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR.

FOLGENDE UNTERLAGEN WERDEN BENÖTIGT:

  • Vollständig ausgefüllter Inbetriebnahmeantrag (Zählerantrag)
  • Inbetriebsetzungsprotokoll
  • Datenblatt Erzeugungsanlage
  • Datenblatt Speicher
  • Lageplan der Anlage (z.B. Kopie Amtlicher Lageplan, Luftaufnahme aus dem Internet)
  • Schaltbild / Übersichtsschaltplan der Anlage
  • Konformitätsnachweis für die Erzeugungseinheit(en) (ab dem 01.04.2012 sind für Erzeugungseinheiten SEmax ≥ 3,68 kVA Zertifikate erforderlich) *
  • Konformitätsnachweis für den NA-Schutz (ab dem 01.04.2012 sind Zertifikate für den NA-Schutz erforderlich) *
  • Bei PV-Anlagen: Seriennummern der verbauten Module (Flashliste)*
  • Kaufmännische Kundendaten des Betreibers (Bankverbindung und ggf. Steuernummer)
  • Inbetriebnahmeprotokoll Einspeisemanagement
  • Für die Jahresabrechnung wird ein Zählerstand zum 31.12. des Abrechnungsjahres benötigt. Dieser muss dem Netzbetreiber bis zum 28.02. des Folgejahres vorliegen. Siehe hierzu: § 71 EEG 2014

*Diese Unterlagen erhalten Sie von Installateur / Hersteller Ihrer Erzeugungsanlage

    WICHTIGE HINWEISE:

    • Damit die Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ohne Abzüge ausbezahlt werden können, müssen die in der Verordnung vorgegebenen Registrierungspflichten beachtet werden. Ansonsten tritt keine Fälligkeit des Anspruchs auf eine Auszahlung ein!
    • Es besteht eine Registrierungspflicht von allen „Alt-Erzeugungsanlagen- und Speichern“ mit Fristende 31.01.2021! Abweichende Regelung für zwischen 1.7.2017 und 31.1.2019 in Betrieb genommen EEG- und KWK-Anlagen: Eintragung im MaStR spätestens 6 Monate nach Start des Webportals (Fristende: 31.Juli 2019).
    • Die Fristen für die Anmeldung im Marktstammdatenregister finden Sie auch unter https://www.marktstammdatenregister.de/MaStRHilfe/subpages/fristen.html.
    • Speicher müssen ebenfalls registriert werden!
    • EEG Umlagepflicht. Siehe hierzu: § 61 EEG 2014

Netzvertäglichkeitsprüfung

Bevor die Erzeugungsanlage in Betrieb genommen werden kann, ist eine Netzverträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur erforderlich.

Für die Durchführung der Netzverträglichkeitsprüfung benötigen wir die maximale Einspeiseleistung, die genaue Adresse des Einspeisepunktes (inkl. Kopie des amtlichen Lageplans, Luftaufnahme aus dem Internet) und falls abweichend, die Postanschrift des Anlagenbetreibers.

Erst mit Abschluss dieser Prüfung kann der Netzbetreiber Auskünfte darüber geben, ob die geplante Anlage ohne weitere technische Maßnahmen angeschlossen werden kann.

Ergebnisbekanntgabe der Netzverträglichkeitsprüfung

Das Ergebnis der Netzverträglichkeitsprüfung wird schnellstmöglich, aber spätestens nach Ablauf von acht Wochen nach vollständigem Erhalt aller erforderlichen Unterlagen dem Anschlussnehmer (Hausbesitzer) bekanntgegeben.

Detailinformationen zum Thema Einspeisemanagement

Bei PV-Anlagen mit einer Leistung von <= 30 kW hat der Anlagenbetreiber die Wahl zwischen einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung durch den Netzbetreiber oder einer Begrenzung der maximalen Wirkleistungseinspeisung der Anlage am Netzverknüpfungspunkt auf 70% der Leistung.

PV-Anlagen mit einer Leistung von > 30 kW müssen mit technischen Einrichtungen (Tonfrequenzrundsteuerempfänger) ausgestattet sein, mit denen der Netzbetreiber zu jeder Zeit die Möglichkeit hat, die Einspeisung bei einer möglichen Netzüberlastung ferngesteuert zu reduzieren.

Die technischen Anforderungen an Solarstromanlagen (z.B. PV-Anlagen) werden vom § 9 Abs. 1 und 2 EEG 2014 geregelt. Dabei gelten mehrere PV-Module ggf. gemäß den Vorgaben des § 9 Abs. 3 EEG 2014 als eine Anlage. Nach § 9 Abs. 7 EEG 2014 verringert sich der Vergütungsanspruch gem. § 25 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2014 auf den Monatsmarktwert, wenn Anlagenbetreiber gegen § 9 Abs. 1 und 2 EEG 2014 verstoßen.

Einspeisemanagement mittels Tonfrequenzsteuerempfänger

Das Einspeisemanagement für Erzeugungsanlagen wird mit Hilfe eines Tonfrequenzrundsteuerempfängers realisiert.

Diesen können Sie nach Absprache mit unserem Netzmeister an unserer Betriebsstelle in der Stefanstr. 4-8 in 58638 Iserlohn in Empfang nehmen. Der Einbau erfolgt in der Regel durch den Anlagenerrichter.

Inbetriebnahme

Um die Sicherheit im Netzbetrieb und die Spannungsqualität im Netz nicht zu gefährden, ist die Inbetriebnahme einer Erzeugungsanlage ohne die Zustimmung des Netzbetreibers nicht zulässig.

Zwischen dem Netzbetreiber und dem Anlagenerrichter ist ein Termin für die Erstinbetriebnahme der Erzeugungsanlage abzustimmen. Die Inbetriebnahme nimmt der Anlagenerrichter vor. Der Netzbetreiber behält sich vor, bei der Inbetriebnahme vor Ort anwesend zu sein.

Während der Inbetriebnahme der EEG-Anlage ist das Inbetriebsetzungsprotokoll auszufüllen. Durch dieses Protokoll versichert der Anlagenerrichter dem Netzbetreiber, dass die Erzeugungsanlage nach den Anschlussbedingungen der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N-4105 errichtet wurde und entsprechend betrieben wird.

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Weitere Hinweise zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung